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Gradierbau

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Vor den Augen verwunderter Bahnreisender standen in Regenkleider Vermummte bei Nieselwetter im Gestrüpp und machten sich an den augenscheinlich wertlosen Dornen zu schaffen. Erst auf den zweiten Blick sieht man, dass es sich keineswegs um profanes Gehölz handelt. Das, was da geerntet wird, ist für Bad Dürkheim ein historischer Rohstoff: Reisig. Er ist ein wesentlicher Baustoff für die damaligen Gradierbauten und enthält für Bad Dürkheim so viel Gutes. Wer da am Wochenende gut gelaunt schneidet und bündelt, ist eine Gruppe aus Freunden und Mitgliedern des Fördervereins Gradierbau, die in Handarbeit das Modell vor dem Gradierbau errichten möchten. Hierzu gehört als erster Schritt das Ernten des Reisigs, noch bevor dieser im Frühjahr anfängt zu blühen.

Unter der fachlichen Leitung von Vorstandsmitglied Dieter Petry, wurden nach Einweisung die Dornenbüsche geerntet und mit einer Heckenschere auf eine Länge von knapp 70 cm geschnitten, um dann zu handlichen Bündeln verschnürt zu werden. Dieser Arbeitsschritt ist absolut authentisch, denn auch die polnischen Reisigpflücker haben so den Reisig für den Wiederaufbau der echten Saline geerntet. Der ortskundige Dieter Petry kennt wohl jeden Busch in der Region und hatte schnell das Gelände an der Bahn in Ungstein als ideale Freilandplantage ausgemacht. Ca. 15 Freiwillige meldeten sich, um das Handwerk zum Salinenbauer 5 Stunden lang zu erleben.