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Bereits 1387 wurden Salzquellen in Dürkheim belegt. Knapp 50 Jahre später erbaute man die Schönfelder Salzhütte, die erste Saline im Örtchen an der Haardt. Allerdings machte der Dreißigjährige Krieg im 17. Jahrhundert der Salzgewinnung ein Ende, und es sollte bis 1716 dauern, bis die Saline – vom Elsässer Georg Jakob Duppert instand gesetzt und modernisiert – wieder in Betrieb genommen wurde. 1736 ging das Eigentum an die Kurpfalz über und erhielt den Namen „Philippshall“ nach Kurfürst Karl III. Philipp. In den folgenden Jahren wurden fünf weitere Gradierwerke errichtet, die zu ihrer Hochzeit 6.600 Malter (altes Getreidemaß, das 130 Liter Getreide/Malter entspricht) jährlich produzierten.

1792 begann der erneute Niedergang der Gradierwerke: Orkane, die französische Besatzungszeit und Vernachlässigung führten zum Verfall der Bauwerke. 1816 übernahm das Königreich Bayern – zusammen mit der gesamten linksrheinischen Pfalz – die Verwaltung der Anlage. Von 1847 bis 1850 wurde die Saline renoviert und ging 1868 in den Besitz der Stadt Bad Dürkheim über.

Ab 1913 – die Salzgewinnung erwies sich als unwirtschaftlich – wurde das Gradierwerk nur noch zur Atemtherapie genutzt.

In den 1950er Jahren, die Kriegsschäden an der Saline waren beseitigt worden, konnte der Kurbetrieb in der Stadt wieder aufgenommen werden.

1984 wurde das Gradierwerk unter Denkmalschutz gestellt.

Am 1. Juli 1992 gingen etwa 80 Meter des 333 Meter langen Gebäudes nach einer Brandstiftung in Flammen auf. Fünf Jahre später konnte das anhand von historischen Unterlagen rekonstruierte Gebäude dann jedoch wieder eröffnet werden.

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Insgesamt waren 2007 mehr als 200 Feuerwehrleute im Einsatz, um den lodernden Flammen Herr zu werden. Zurück blieb eine rauchende Ruine


Allerdings dauerte der Frieden nur 10 Jahre lang. Am 7. April 2007 ging die Saline erneut in Flammen auf. Dieses Mal hatten die Brandstifter ganze Arbeit geleistet, und die Anlange fiel in ihrer ganzen Länge von über 300 Metern dem Feuer zum Opfer. Der Schaden belief sich auf geschätzte 10 Millionen Euro. Im August 2007 wurden Teile der baufälligen Ruine abgerissen, und im Dezember 2009 begann der Wiederaufbau.

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Die damalige Vorsitzende des Salinenvereins, Christl Bastain, MP Kurt Beck und der frühere Dürkheimer Bürgermeister Wolfgang Lutz freuen sich über die Wiedereröffnung


Seit 9. Oktober 2010 erstrahlt die Saline in neuem Glanz und lockt Tausende von Besuchern jährlich an.
Weitere interessante Informationen finden Sie in unserem Buch Geschichten rund um den Gradierbau